Tagung

7. Hochschulpolitisches Forum "Gute Arbeit an Hochschulen – die Basis für ein gutes Studium"

Veranstalter: Hans-Böckler-Stiftung, DGB

Ort: Berlin, Kalkscheune

vom: 04.02.2015, 18:00 Uhr

bis: 05.02.2015, 17:00 Uhr

Bis zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz 2007 bildete das Hochschulrahmengesetz die Grundlage für Beschäftigung an Hochschulen. Die Föderalismusreform und die Erosion des Hochschulrahmengesetzes führten zu einer Verlagerung der Kompetenzen auf die Länder. Gleichzeitig gibt das Wissenschaftszeitvertragsgesetz keinerlei Spielraum für tarifvertragliche Regelungen, die die Beschäftigungssituation insbesondere der wissenschaftlich und künstlerisch Tätigen an den Hochschulen verbessern könnten.

Mittels zeitlich befristeter Programme wie der Exzellenzinitiative, dem Hochschulpakt 2020 oder dem Qualitätspakt für bessere Lehre u. a. nimmt der Bund trotz des noch bestehenden Kooperationsverbots Einfluss auch auf Personal und Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen: Zeitlich befristete Mittelzusagen gehen einher mit zeitlich befristeten Arbeitsverhältnissen, transparente und gesicherte Karrierewege an der Hochschule fehlen, Wissenschaftler/-innen wandern ins Ausland ab. Nun soll ab Frühjahr 2015 die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes stattfinden, gegenwärtig mehren sich Gerichtsurteile und kritische Stimmen aus der Wissenschaftscommunity, die grundsätzliche Reformen von Karrierewegen einfordern. Das Kooperationsverbot wird zumindest im Hochschulbereich aufgehoben und in verschiedenen Bundesländern finden Reformbemühungen statt, um die Beschäftigungsbedingungen an den Hochschulen zu verbessern.

Mit nationalen und internationalen Expert/-innen, Wissenschaftler/-innen und Politiker/-innen wird der Fragen nachgegangen, warum Wissenschaftler/-innen an ausländische Hochschulen abwandern, welche Rahmenbedingungen sie bräuchten, um dauerhaft eine Perspektive an deutschen Hochschulen zu haben, und wie Ansatzpunkte der Gewerkschaften aussehen, um diese zu erreichen und über gute Arbeitsbedingungen an Hochschulen auch bessere Studienbedingungen zu erwirken.


Vorträge zum Download

Prof. Dr. Günther K. H. Zupanc, Northeastern University, Boston, Massachusetts, USA: Karriere-Irrwege des Deutschen Wissenschaftssystems (pdf)

Dr. Anke Burkhardt, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Hochschulforschung: Beschäftigungssituation an Hochschulen unter besonderer Berücksichtigung des wissenschaftlichen Nachwuchses (pdf)

Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen: Rahmenkodex Gute Arbeit an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen (pdf)

Elke Hannack, Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Bedingungen für gute Arbeit an Hochschulen schaffen (pdf)

Dr. Roland Bloch, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Arbeits- und Lehrbedingungen des wissenschaftlichen Nachwuchses (pdf)

Stefani Sonntag, Vorsitzende des Personalrats für die wissenschaftlichen Beschäftigten der Europa-Universität Viadrina, Arbeits- und Lehrbedingungen des wissenschaftlichen Nachwuchses (pdf)

Dr. Andrea Lange-Vester, Hochschule Hannover: Lehrbeauftragte als nebenberuflich tätiges Personal (pdf)

Linda Guzzetti, Sprecherin der Bundeskonferenz der Sprachlehrbeauftragten: Lehrbeauftragte als nebenberuflich tätiges Personal (pdf)

Brigitte Göbbels-Dreyling, stellvertretende Generalsekretärin der Hochschulrektorenkonferenz: Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (pdf)                    

Matthias Neis, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft: Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (pdf)

Sonja Staack, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (pdf)

Prof. Dr. Manfred Prenzel, Vorsitzender des Wissenschaftsrats: Empfehlungen des Wissenschaftsrats zu Karrierewegen an Hochschulen (pdf)

Medienecho

Campus und Karriere, Unis und Gewerkschaften: Gute Arbeit - miese Bedienungen, Beitrag von Claudia van Laak, Deutschlandfunk vom 05.02.2015

Interview des Deutschland Funks mit dem Vorsitzenden des Wissenschaftsrats Prof. Dr. Manfred Prenzel am Rande des Hochschulpolitischen Forums

Karl-Heinz Reith, Elite auf Abruf. Wie kann Deutschlands Wissenschaft ihr Niveau halten, ohne die Jugend weiter zu verschleißen? In: duz 03/2015, S. 27-29. Weitere Informationen zum Heft


Fotos der Veranstaltung auf Flickr

Fotos: © David Ausserhofer

 

Videos der Veranstaltung

 

Kontakt:

Eva Jacobs

Veranstaltungsprogramm (pdf)


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