What Drives Fiscal Multipliers? The Role of Private Wealth and Debt

Gechert, Sebastian / Mentges, Rafael

Reihe: IMK Working Paper, Nr. 124.
Düsseldorf:  2013, ISSN: 1861-2199. 38 Seiten


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Abstract:


We show that fiscal multiplier estimations may be biased by movements in asset and credit markets, as they facilitate spurious correlations of changes in cyclically adjusted revenues and spending with GDP growth via wrong identifications and an omitted variable bias, thus overstating episodes of expansionary consolidations and downplaying contractionary consolidations. When controlling for asset and credit market movements in otherwise standard approaches to identification, we find multipliers to increase on average by 0.3 to 0.6 units. Consolidations are thus more likely to be contractionary and more harmful to growth than expected by some strands of the existing literature.



Kurzbeschreibung:


Wir zeigen auf Basis von US-Daten, dass Schätzungen von Fiskalmultiplikatoren nach unten verzerrt sein können, wenn sie nicht für Auf- und Abschwünge in privaten Vermögens- und Verschuldungswerten kontrollieren. Diese Schwünge führen bei gängigen Schätzverfahren zu Korrelationen zwischen Budgetvariablen und dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), die bei Nichtberücksichtigung als Kausalität vom staatlichen Budget zum BIP fehlinterpretiert werden. Kontrolliert man für diesen Effekt, dann erhöhen sich die geschätzten Multiplikatoren im Durchschnitt um etwa 0,3 bis 0,6 Einheiten. Austeritätsmaßnahmen wirken daher mit höherer Wahrscheinlichkeit kontraktiv und sind schädlicher für das Wachstum als bislang angenommen.