Außenhandel der USA

Behringer, Jan / Kowall, Nikolaus

Eine regionale und sektorale Analyse. Reihe: IMK Report, Nr. 85, Juli 2013.
Düsseldorf:  2013, ISSN: 1861-3683. 21 Seiten


Download

Kurzbeschreibung:


Die USA haben zwischen 1999 und 2012 ihre Handelsverflechtungen mit dem Ausland intensiviert. Aufgrund der kräftigen Expansion des gesamten Welthandels haben die USA jedoch Weltmarktanteile verloren. Seit Mitte der 1970er Jahre ist der Außenhandelssaldo der USA nahezu ununterbrochen negativ, so dass sich mittlerweile beträchtliche Nettoauslandsverbindlichkeiten aufgebaut haben. Die wichtigsten Handelspartner der USA waren in den vergangenen Jahren Süd- und Ostasien sowie die NAFTA-Länder Mexiko und Kanada. Insbesondere China hat als Handelspartner für die USA stark an Bedeutung gewonnen, während das Gewicht Japans abgenommen hat. Die EU ist nach Süd- und Ostasien sowie der NAFTA der drittwichtigste Handelspartner der USA, hat in den vergangenen Jahren sowohl einfuhr- als auch ausfuhrseitig jedoch an Bedeutung verloren. Insofern sind von einem Freihandelsabkommen mit der EU keine kurzfristigen konjunkturellen Impulse für die USA zu erwarten. Darüber hinaus sind die USA eine relativ geschlossene Volkswirtschaft, in der eine Belebung der Konjunktur aus der Binnenwirtschaft kommen muss. Die US-Exporte haben sich aufgrund der hohen Wachstumsdynamik im Warenverkehr mit China und Mexiko rasch vom krisenbedingten Einbruch erholt. Die Importnachfrage der USA erholte sich hingegen zögerlicher.



Abstract:


Between 1999 and 2012 the US intensified its international trade relations. Nevertheless the US economy lost world market shares due to a rapid expansion of total global trade. Since the mid-1970s the US current account has been continuously in deficit, leading to substantial net foreign liabilities. In recent years the most important trading partners of the US have been South- and East Asia followed by the NAFTA-Countries Canada and Mexico. China, in particular, has become a more important trading partner for the US, whereas Japan declined in importance. The EU, as the third largest US trading partner after South and East Asia and NAFTA also declined in relative terms. In view of this the proposed free trade agreement between the EU and the US should not be expected to provide economic stimulus in the short run. Moreover the US is a relatively closed economy and thus an economic recovery has to be driven by domestic demand. Due to strong import demand from China and Mexico US exports recovered quickly from the slump during the crisis, while imports recovered more hesitantly.