Das tarifliche Urlaubsgeld wird auch in diesem Jahr die Urlaubskasse der meisten Beschäftigten aufbessern. Sicher ist dies aber nur, wenn der Tarifvertrag eine entsprechende Zahlung vorsieht.
90 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in tarifgebundenen Betrieben erhalten ein tariflich vereinbartes Urlaubsgeld. Je nach Branche und Region variiert die Höhe des Urlaubsextras stark - sie reicht vom Gegenwert von zwei Tankfüllungen bis zum Preis einer Fernreise. So erhalten Beschäftigte in der mittleren Lohn- und Gehaltsgruppe in diesem Jahr zwischen 156 und 1.831 Euro tarifliches Urlaubsgeld (ohne Berücksichtigung von Zulagen/Zuschlägen bezogen auf die Endstufe der Urlaubsdauer), wie das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der
Hans-Böckler-Stiftung zeigt. Am wenigsten Geld für die Reisekasse bekommen Beschäftigte in der Landwirtschaft und im Öffentlichen Dienst (Gemeinden), die höchsten Zahlungen erhalten Arbeitnehmer in der Druckindustrie, in der Holz- und Kunststoffverarbeitung sowie in der Metallindustrie. Untersucht wurden insgesamt 22 Wirtschaftszweige (siehe Grafik und Tabellen im Anhang dieser PM). Verglichen mit 2005 ist das tarifliche Urlaubsgeld in fast allen Branchen stabil geblieben. Im Westen ist es meist höher als in Ostdeutschland.
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