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Absolvent/innen einer beruflichen Ausbildung nach Ausbildungsform 2014

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Im Schuljahr 2013/2014 stellen Frauen weniger als die Hälfte (46 Prozent) der Absolvent/ innen einer beruflichen Ausbildung. Innerhalb der beruflichen Ausbildung werden die einzelnen Ausbildungsformen zudem von Frauen und Männern sehr unterschiedlich genutzt:

  • In der dualen Ausbildung stellen die Absolventinnen einen Anteil von 42 Prozent und sind damit unterrepräsentiert.
  • Hingegen stellen Frauen fast die Hälfte aller Absolvent/innen von Fachschulen.
  • Noch höhere Frauenanteile finden sich für die Berufsfachschulen. Hier stellen Frauen mehr als die Hälfte aller Absolvent/innen. An den Schulen des Gesundheitswesens liegt der Frauenanteil unter Absolvent/innen sogar bei drei Viertel.

Die größere Bedeutung der (berufs-)fachschulischen Ausbildung für Frauen zeigt sich noch deutlicher, wenn man die getrennte Verteilung beider Geschlechter auf die einzelnen Ausbildungsformen betrachtet:

  • Unter allen Absolvent/innen einer beruflichen Ausbildung haben weniger als drei von vier Frauen aber mehr als acht von zehn Männern eine duale Ausbildung absolviert.
  • Demgegenüber schließen 14 von hundert Frauen eine Ausbildung an einer Schule des Gesundheitswesens ab. Unter den Männern sind es nur vier von hundert.

Beim regionalen Vergleich zeigen sich für die Männer kaum Unterschiede hinsichtlich der beruflichen Ausbildungsformen. Bei Frauen fallen die Ost-West-Unterschiede jedoch größer aus:

  • Frauen in Ostdeutschland absolvieren zu einem mehr als doppelt so hohen Anteil wie westdeutsche Frauen eine Berufsausbildung an einer Fachschule.
  • Ostdeutsche Frauen schließen aber nur halb so häufig wie westdeutsche Frauen eine Ausbildung an einer Schule des Gesundheitswesens ab.

In beiden Regionen und für beide Geschlechter kommt der dualen Ausbildung im Bereich der beruflichen Ausbildung zwar eine überragende Bedeutung zu, jedoch ist diese Ausbildungsform für Männer noch deutlich zentraler als für Frauen.

 

Bearbeitung: Dietmar Hobler, Svenja Pfahl, Sandra Horvath

 

Literatur

Statistisches Bundesamt (2015): Fachserie 11, Reihe 2, Bildung und Kultur, Berufliche Schulen.

Tabellen zu den Grafiken

 

 


 

 


 

 

 

Methodische Anmerkungen

Die vorliegenden Analysen basieren auf den Daten einer vom Statistischen Bundesamt publizierten Fachserie – Fachserie 11, Reihe 2 „Bildung und Kultur. Berufliche Schulen“ – aus dem Jahr 2015. Die in dieser Fachserie „enthaltenen Ergebnisse stammen aus den Schulstatistiken der einzelnen Bundesländer. Ihre Zusammenfassung zu Bundesergebnissen erfolgt auf der Grundlage des von der Kultusministerkonferenz (KMK) erstellten Schulartenkatalogs, der – schon allein aus Gründen des Umfangs – nicht alle institutionellen Besonderheiten in den 16 Bundesländern berücksichtigen kann.“ 1

 


(1) Statistisches Bundesamt (2014): Fachserie 11, Reihe 2, Bildung und Kultur, Berufliche Schulen, S. 6.

Absolvent/innen bzw. Abgänger/innen:
„Zu den Absolventen/Abgängern beruflicher Schulen zählen die Schüler/innen, die nach Erfüllung der Teilzeitschulpflicht (Berufsschulpflicht) oder nach dem Besuch einer der übrigen Schularten mit dem Abgangszeugnis (ohne schulart-spezifischen Abschluss, aber evtl. mit allgemeinbildendem Schulabschluss) oder Abschlusszeugnis (mit beruflichem Abschluss und evtl. allgemeinbildendem Schulabschluss) die Schule verlassen.“ 1

Duales Ausbildungssystem:
Die Absolvent/innen des Dualen Ausbildungssystems werden hier über die Teilzeit- Berufsschulen abgebildet, die in der Fachserie 11, Reihe 2 „Bildung und Kultur. Berufliche Schulen“ des Statistischen Bundesamtes erfasst werden: „Teilzeit-Berufsschulen sind Einrichtungen im Rahmen der Schulpflichtregelungen, die von Jugendlichen besucht werden, die sich in der beruflichen Ausbildung befinden (Berufsschulen im dualen System), in einem Arbeitsverhältnis stehen oder beschäftigungslos sind. Sie haben die Aufgabe, die Allgemeinbildung der Schüler/innen zu vertiefen und die für den Beruf erforderliche fachtheoretische Grundausbildung zu vermitteln. Die Berufsschulen im dualen System werden in der Regel von Jugendlichen nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht bis zum vollendeten 18. Lebensjahr oder bis zum Abschluss der praktischen Berufsausbildung besucht. Der Unterricht wird in der Regel als Teilzeitunterricht an zwei Tagen in der Woche oder als Blockunterricht in zusammenhängenden Abschnitten in Vollzeitform erteilt; er steht in enger Beziehung zur Ausbildung im Betrieb. Die kooperative Form des Berufsgrundbildungsjahres (duales System) wird entweder in Teilzeit- oder in Blockform geführt. Auf Bundesebene werden diese Schulen den Teilzeit-Berufsschulen zugeordnet.“ 2

Fachschulen:
„Fachschulen sind Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung. Die Bildungsgänge in den Fachbereichen schließen an eine berufliche Erstausbildung und an Berufserfahrungen an. Sie führen in unterschiedliche Organisationsformen des Unterrichts (Vollzeit- oder Teilzeitform) zu einem staatlichen postsekundären Berufsabschluss nach Landesrecht. Sie können darüber hinaus Ergänzungs- / Aufbaubildungsgänge sowie Maßnahmen der Anpassungsweiterbildung anbieten. Nach bestandener Prüfung ist mit dem Abschlusszeugnis die Berechtigung verbunden, die Berufsbezeichnung ‚Staatlich geprüfter.../ Staatlich geprüfte...‘ bzw. ‚Staatlich anerkannter.../ Staatlich anerkannte...‘ zu führen. Nach Maßgabe der Vereinbarung über den Erwerb der Fachhochschulreife in beruflichen Bildungsgängen kann zusätzlich die Fachhochschulreife erworben werden.“ 3

Berufsfachschulen:
„Berufsfachschulen sind Schulen mit Vollzeitunterricht von mindestens einjähriger Dauer, für deren Besuch keine Berufsausbildung oder berufliche Tätigkeit vorausgesetzt wird. Sie haben die Aufgabe, allgemeine und fachliche Lerninhalte zu vermitteln und den Schüler zu befähigen, den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder einem Teil der Berufsausbildung in einem oder mehreren anerkannten Ausbildungsberufen zu erlangen oder ihn zu einem Berufsausbildungsabschluss zu führen, der nur in Schulen erworben werden kann. An einigen Schulen wird auch Teilzeitunterricht angeboten.“ 4

Schulen des Gesundheitswesens:
„Diese Einrichtungen vermitteln die Ausbildung für nicht akademische bundesrechtlich geregelte Gesundheitsfachberufe (z. B. Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen, Altenpfleger/innen, Hebammen und Entbindungspfleger/ innen, Physiotherapeut/innen, Logopäden/innen, Ergotherapeuten/ innen u.a.m.) und weitere landesrechtlich geregelte Berufe des Gesundheitswesens (z. B. Helferberufe). Die Ausbildungsgänge beruhen auf bundes- und landesrechtlichen Regelungen und finden an staatlich anerkannten Schulen statt. Die Aufnahmebedingungen sind in den jeweiligen Berufsgesetzen geregelt. Vorausgesetzt wird generell ein allgemeinbildender Schulabschluss. Die Ausbildungen enden mit staatlichen Prüfungen. Der erfolgreiche Abschluss an einer Schule des Gesundheitswesens wird durch ein staatlich anerkanntes Abschlusszeugnis bestätigt, das Voraussetzung für die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung ist. In einigen Ländern findet die Ausbildung in nicht akademischen bundesrechtlich geregelten Gesundheitsfachberufen und weiteren landesrechtlich geregelten Berufen des Gesundheitswesens nicht in Schulen des Gesundheitswesens, sondern nach den Schulgesetzen der Länder in Teilzeit-Berufsschulen, Berufsfachschulen oder Fachschulen statt. In diesen Ländern werden die entsprechenden Bildungsgänge der betreffenden Schulart zugeordnet.“ 5

 


(1) Statistisches Bundesamt (2014): Fachserie 11, Reihe 2, Bildung und Kultur, Berufliche Schulen, S. 6.

(2) a. a. O., S. 7.

(3) a. a. O., S. 6.

(4) a. a. O., S. 6.

(5) a. a. O., S. 7.

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