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Die 25 häufigsten Ausbildungsberufe von Frauen und Männern 2014

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Frauen und Männer nehmen Ausbildungen in unterschiedlichen Berufen auf. Junge Frauen machen nicht nur seltener eine berufliche Ausbildung im Dualen System 1, sondern konzentrieren sich dabei auch stärker als Männer auf eine begrenzte Anzahl von Ausbildungsberufen. Dies zeigt sich besonders deutlich, wenn man die 25 Berufe vergleicht, in denen Frauen und Männer im Jahr 2014 am häufigsten eine Ausbildung begonnen haben.

Die meisten weiblichen Auszubildenden beginnen eine Ausbildung in Dienstleistungsberufen. Darunter sind die kaufmännischen Berufe aus sämtlichen Wirtschaftsbranchen stark vertreten. Die zwei häufigsten Ausbildungsberufe von Frauen im Jahr 2014 sind Kauffrau für Büromanagement und Kauffrau im Einzelhandel. Weitere Berufe wie Verkäuferin, Industriekauffrau und Bankkauffrau folgen. Neben den kaufmännischen Berufen gehören auch Ausbildungen zur Steuer- bzw. Rechtsanwaltsfachangestellten oder zur Hotel- oder Restaurantfachfrau zu den bevorzugt von Frauen im Dienstleistungsbereich aufgenommenen Ausbildungen.

Darüber hinaus gehören auch die Gesundheitsdienstberufe zu den von Frauen häufig gewählten Ausbildungsgängen, insbesondere die Ausbildung zur medizinischen und zahnmedizinischen Fachangestellten. Handwerkliche Berufe ergreifen Frauen hingegen eher selten. Ausnahmen hiervon sind die Berufe Köchin und Augenoptikerin.

Bei den männlichen Auszubildenden dominieren hingegen die Fertigungsberufe im Handwerk. An der Spitze steht bei jungen Männern der Kraftfahrzeugmechatroniker, daneben finden sich aber auch Industriemechaniker, Elektroniker sowie Anlagenmechaniker unter den zehn häufigsten Ausbildungsberufen. Im Dienstleistungsbereich erlernen Männer häufig einen kaufmännischen Beruf: Viele machen eine Lehre als Kaufmann im Einzel- oder Großhandel, als Verkäufer, als Industrie oder Bankkaufmann oder als Kaufmann für Büromanagement. Unter den ersten zehn Plätzen rangiert auch die Ausbildung zum Fachinformatiker.

Auf die jeweils 25 häufigsten Ausbildungsberufe im Jahr 2014 entfallen rund drei Viertel (76 Prozent) aller von Frauen, aber nur 62 Prozent aller von Männern neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Damit konzentrieren sich junge Frauen in Deutschland stärker als junge Männer auf einige wenige Ausbildungsberufe.

 

Bearbeitung: Dietmar Hobler, Svenja Pfahl, Sandra Horvath

 

Literatur

Statistisches Bundesamt (2015): Fachserie 11, Reihe 3, Bildung und Kultur, Berufliche Bildung, 2014.

Bundesinstitut für Berufsbildung (2015): Erläuterungen zum „Datensystem Auszubildende“ (DAZUBI). Auszubildenden-Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31.12.), Berufsmerkmale und Berechnungen des BIBB.

Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2016): Absolvent/innen beruflicher Ausbildungen nach Ausbildungsform 2014. In: WSI GenderDatenPortal.

 


(1) Vgl. Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2016): Absolvent/innen beruflicher Ausbildungen nach Ausbildungsform 2012. In: WSI GenderDatenPortal.

Tabellen zu den Grafiken

 

 


 

 

 

Methodische Anmerkungen

Die Ergebnisse basieren auf dem „Datensystem Auszubildende“ des Bundesinstituts für Berufsbildung, das auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder erstellt wird. Der Stichtag für die Erhebung ist der 31. Dezember des betreffenden Jahres. 1

Die 25 häufigsten Ausbildungsberufe werden anhand der Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Jahr 2014 ermittelt, die bis zum Stichtag (31.12.2014) nicht vorzeitig aufgelöst wurden. 2

 


(1) Vgl. Bundesinstitut für Berufsbildung (2015): Erläuterungen zum „Datensystem Auszubildende“ (DAZUBI). Auszubildenden- Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31.12.), Berufsmerkmale und Berechnungen des BIBB, S. 7.

(2) a. a. O., S. 11

Auszubildende:
„Auszubildende sind Personen, die aufgrund eines Ausbildungsvertrages nach dem Berufsbildungsgesetz eine betriebliche Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf durchlaufen. Ihre Ausbildung erfolgt durch das unmittelbare Lernen am Arbeitsplatz oder in den betrieblichen bzw. überbetrieblichen Ausbildungswerkstätten in Verbindung mit dem gleichzeitigen Besuch einer Berufsschule mit Teilzeitunterricht (Duales Ausbildungssystem). In der Zahl der Auszubildenden sind auch diejenigen Auszubildenden enthalten, die aufgrund von Sonderprogrammen des Bundes, der Länder sowie Maßnahmen der Arbeitsverwaltung bei außerbetrieblichen Stellen, z. B. Ausbildungsstätten freier Träger, ausgebildet werden. (…)

Praktikanten/Praktikantinnen, Volontäre/Volontärinnen, Umschüler/innen und Rehabilitanden, die keine Ausbildung für Jugendliche mit Behinderungen durchlaufen, sind keine Auszubildenden. Nicht zu den Auszubildenden zählen außerdem:

  • Personen, deren berufliche Ausbildung ausschließlich an beruflichen Schulen erfolgt (z. B. Schüler/innen an Berufsfachschulen oder Schulen des Gesundheitswesens);
  • Personen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis ausgebildet werden (z. B. Beamte/Beamtinnen im Vorbereitungsdienst);
  • Personen, die eine Berufsausbildung auf Handelsschiffen absolvieren, soweit es sich nicht um Schiffe der kleinen Hochseefischerei oder der Küstenfischerei handelt;
  • Personen, die an einer Berufsvorbereitung oder an einem Einstiegsqualifizierungsjahr (EQJ) teilnehmen.

Auszubildende, die ihre Abschlussprüfung nicht bestanden haben und deren Berufsausbildungsverhältnis bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung verlängert wurde, werden miterfasst.“ 1

Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge:
„Als neu abgeschlossene Ausbildungsverträge werden nur solche Verträge gezählt, die im Berichtsjahr (= Kalenderjahr) angetreten und bis zum 31. Dezember nicht vorzeitig gelöst wurden. Es werden demnach die Fälle (neu abgeschlossene Ausbildungsverträge) und nicht Personen gezählt. Dies hat zur Folge, dass die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse keine Teilmenge der Zahl der Auszubildenden am 31.12. des Berichtsjahres ist.

In der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sind auch Anschlussverträge enthalten. Als Anschlussverträge werden solche Ausbildungsverträge erfasst, die in drei- oder dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufen mit Personen abgeschlossen werden, die bereits eine zweijährige Berufsausbildung absolviert haben, die angerechnet wird; die Ausbildungsordnungen müssen diese Möglichkeit der Anrechnung explizit vorsehen. (…)

Die im Ausbildungsbereich Landwirtschaft neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge für eine Fremdlehre, die im Anschluss an einen Ausbildungsabschnitt im elterlichen Betrieb angetreten werden, zählen nicht zu den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen.

Dagegen kann die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge auch Auszubildende umfassen, die ein bestehendes Ausbildungsverhältnis vorzeitig gelöst haben und nun ihre Berufsausbildung in einem anderen Ausbildungsberuf und ggf. in einem anderen Ausbildungsbetrieb weiterführen (Ausbildungswechsler); darunter fallen auch Auszubildende, die ihre Berufsausbildung im ursprünglichen Ausbildungsberuf in einem anderen Ausbildungsbetrieb fortsetzen (Betriebswechsler); außerdem werden Auszubildende, die bereits eine betriebliche Berufsausbildung abgeschlossen haben und eine zweite betriebliche Berufsausbildung beginnen, miterfasst.“ 2

 


(1) Statistisches Bundesamt (2015): Fachserie 11, Reihe 3, Bildung und Kultur, Berufliche Bildung, 2014, S. 15.

(2) a. a. O., S. 16.

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