Hans Böckler Stiftung
WSI
Über uns
Forschungsschwerpunkte
Veranstaltungen
Veröffentlichungen
Projekte
WSI-Tarifarchiv
Presse
Atypische Beschäftigung


Profisuche | Sitemap


Kontakt
Newsletter | RSS
Druckansicht
Bestellliste ansehen
WSI-Forschungsschwerpunkte
Die Arbeit des WSI ist nach drei Forschungsschwerpunkten gegliedert:
  • Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht
  • Verteilung und soziale Sicherung
  • Arbeitsbeziehungen und Tarifpolitik
I. Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht

Die Arbeitsmärkte stehen seit langem unter vielfältigem Druck. Dieser geht nicht nur auf veränderte ökonomische Bedingungen zurück, sondern auch auf unterschiedliche Akteursinteressen und politisch-normative Leitvorstelllungen. Die Analyse dieser Ursachen und der gegebenen wie gewünschten Anpassungsreaktionen auf den Arbeitsmärkten einschließlich ihrer institutionellen wie rechtlichen Rahmenbedingungen bilden hier das zentrale Forschungsanliegen - auch im internationalen Kontext. Einzelne Forschungsfelder in diesem Schwerpunkt sind:

  1. Arbeitsmarktentwicklung: Die politische und institutionelle Regulierung des Arbeitsmarkts sowie die Auswirkungen auf seine Funktionsfähigkeit sind Gegenstand analytischer und konzeptioneller Arbeiten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Untersuchung von gewandelten Beschäftigungsformen sowie von Ursachen und Folgen der Massenarbeitslosigkeit.
  2. Arbeitsmarktpolitik: Die Verbindung eines funktionsfähigen Arbeitsmarktes mit individuellen und gruppenspezifischen Beschäftigungs- und Entwicklungschancen ist Aufgabe der Arbeitsmarktpolitik. Sie verbessert die Passförmigkeit von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage und gewährt sozialen Schutz im Falle von Arbeitslosigkeit. Untersucht wird, mit welchen konkreten Maßnahmen und Instrumenten diese Aufgaben umgesetzt werden und wie diese sich gewandelt haben. Von besonderem Interesse sind dabei flexible Erwerbsübergänge zwischen einzelnen Beschäftigungsverhältnissen und ausreichende Absicherungen von Beschäftigungsrisiken.
  3. Arbeitszeit: Die Differenzierung und Flexibilisierung der Arbeitszeit werden in ihren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die Beschäftigten und ihre Arbeits- wie Lebens-bedingungen analysiert.
  4. Arbeitsrecht: Das Machtungleichgewicht zwischen "Arbeitgebern" und "Arbeitnehmern" weist dem Arbeitsrecht eine besondere Schutzaufgabe zu als Voraussetzung für gute Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten. Das Individual- und Kollektivarbeitsrecht stehen dabei ebenso im Focus wie seine Schnittstellen zum Sozialrecht, weil Beschäftigungsrisiken und entsprechende Schutzbedarfe zunehmen. Die Forschung erfolgt unter Berücksichtigung des europäischen und internationalen Arbeitsrechts.


II. Verteilung und soziale Sicherung

In den zentralen Handlungsfeldern stellt der Forschungsschwerpunkt die geltenden Konzeptionen und Institutionen des Sozialstaats auf den Prüfstand. Ziel ist es insbesondere, neue Ansätze zu entwickeln, die stärker als heute Erwerbsarbeit, kollektive Sicherung und individuelle Wahlfreiheit in verschiedenen Lebensphasen und bei unterschiedlichen Lebensoptionen vereinbaren und ermöglichen können. Es gilt dabei, die realen Ebenen (bezahlte und unbezahlte Beschäftigung bzw. Erwerbsarbeit und Engagement in Familie und Gesellschaft) mit den Verteilungsebenen von Geld und Zeit zu verknüpfen. Themen in diesem Schwerpunkt sind:

  1. Verteilungspolitik: Die Differenzierung der personellen Arbeits- und Lebensverhältnisse findet ihre Entsprechung in den Erwerbseinkommen und den Erwerbsersatzeinkommen der Personen und ihrer Familien sowie der sie finanzierenden Institutionen (Arbeitsmarkt, Steuer- und Beitragssysteme, soziale Netze).
  2. Sozialpolitik: Aspekte der Flexibilisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse werden in ihren Wechselwirkungen mit sozialer Sicherung untersucht. International vergleichend wird nach Handlungsoptionen und Spielräumen nationaler Sozialpolitik in einer sich erweiternden Europäischen Union gefragt.
  3. Frauen- und Geschlechterpolitik: Die gesellschaftliche Organisation und Gestaltung von Arbeit (von Erwerbsarbeit und von unbezahlter Arbeit im Haushalt, bei der Kinderbetreuung und in sozialen Netzwerken), werden in ihren Auswirkungen auf das Geschlechterverhältnis analysiert, und es wird nach Möglichkeiten einer gleichstellungsorientierten Politik gesucht.


III. Arbeitsbeziehungen und Tarifpolitik

In diesem Forschungsschwerpunkt werden die Auswirkungen der Veränderungen untersucht, denen die Arbeitsbeziehungen in Deutschland seit mehr als einem Jahrzehnt unterliegen. Themen in diesem Schwerpunkt sind:

  1. Arbeitspolitik, Arbeitsbeziehungen und gewerkschaftliche Organisation: Neue Arbeitsverhältnisse und ihre Konsequenzen für die Beschäftigtenstrukturen stehen ebenso im Mittelpunkt wie die daraus erwachsenden Anforderungen an die betriebliche und gewerkschaftliche Interessenvertretung.
  2. Zukunft des Tarifsystems: Gewerkschaften wie Arbeitgeberverbände arbeiten an einer Neujustierung des Tarifsystems. Hierfür liefert das WSI Entscheidungshilfen durch Analyse der Veränderungsprozesse, ihrer inhaltlichen Ergebnisse und ihrer betriebpraktischen Umsetzung. 
  3. Europäische Arbeitsbeziehungen: Die Entwicklung grenzüberschreitender europäischer Arbeitsbeziehungen ist eine Chance für die Wiedergewinnung betriebs-, tarif- und gewerkschaftspolitischer Gestaltungsspielräume jenseits der Globalisierungszwänge.
0



 

English
The key areas of research
Aktuell:
 
Ausgabe 03/2010
Die großen Projekte
 
WSI-Befragung von Betriebs- und Personalräten
REGAM - Regulierung des Arbeitsmarktes
Infodienst Arbeitsbeziehungen
 
Aktuelle englischsprachige Informations- datenbank in Europa
Die Beiträge des WSI in EIRO
Forschungs- förderung
Die Forschung des WSI und die Forschungsförderung ergänzen sich