Im Jahr 2001 wurde mit mehreren Gesetzen das deutsche System der Alterssicherung grundlegend neu organisiert. Das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente wird seitdem Schritt für Schritt gekürzt, die Sicherung des persönlichen Lebensstandards im Alter kann nur noch zusammen mit zusätzlicher privater Vorsorge und betrieblicher Altersversorgung erreicht werden. Die Verantwortung für die Alterssicherung wurde damit neu verteilt: Die Tarifparteien und Unternehmen der Finanzwirtschaft sind als Akteure dazugekommen. Auch die Lasten wurden neu verteilt: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurden belastet, die Unternehmen entlastet.
Zehn Jahre später ist es an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen. Wie hat sich die Leistungs- und Finanzierungsseite der Rentenversicherung seither entwickelt? Sind die Erwartungen des Gesetzgebers oder die Befürchtungen von Kritikern eingetreten? Erfüllen betriebliche Altersversorgung und private Altersvorsorge die an sie gerichteten Erwartungen? Und wer hat von den Reformen im Ergebnis profitiert, wer nicht?
Die von der Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit dem DGB und der Zeitschrift "Soziale Sicherheit" organisierte Fachtagung zielt auf eine Beantwortung dieser Fragen. In Vorträgen und Workshops wird die Entwicklung der Alterssicherung in Deutschland diskutiert und nach Reformnotwendigkeiten und -möglichkeiten des Alterssicherungssystems gefragt.
Im Rahmen der Tagung wird zudem das 60jährige Jubiläum der Zeitschrift "Soziale Sicherheit" gewürdigt.
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Maria Jackschitz