Praxisblätter für Betriebsräte und Aufsichtsräte

Digitalisierung und Industrie 4.0

Die industrielle Fabrikarbeit wandelt sich. Das Schlagwort Industrie 4.0 bezeichnet diesen Wandel - gemeint ist die "vierte industrielle Revolution": Danach folgt auf Mechanisierung (Dampfmaschine), Industrialisierung (Fließband) und Automatisierung (Roboter) nun die technische Vernetzung der Produktion.
Wie der Begriff "Industrie 4.0" gefüllt ist, ist sehr unterschiedlich: Er wurde im Rahmen der High-Tech-Strategie der Bundesregierung geprägt, dient aber auch als Marketing-Begriff und wird in der gewerkschaftspolitischen Diskussion genutzt, wenn über die Zukunft der industriellen Produktion diskutiert wird.

Mensch, Maschine und Produkt kommunizieren entlang der Wertschöpfungskette in Echtzeit über das Intra- oder Internet miteinander. Die Vernetzung aller in irgendeiner Form an der Fertigung Beteiligten - Menschen ebenso wie Maschinen - soll die Produktion auf Nachfrage (production on demand) ermöglichen, ohne die Vorteile der Massenproduktion aufzugeben, und das effizient und ressourcenschonend.

Das Rohprodukt, der Werkstoff selbst kann beispielsweise Angaben zu seiner Beschaffenheit und Erfordernissen für die Fertigung, die sich aus den Kundenwünschen ergeben, machen. Der Auftrag soll sich so selbstständig steuern: Er bucht Kapazitäten bei verschiedenen Maschinen, ordert die notwendigen Teile und Rohstoffe und meldet Verzögerungen an den Kunden. Braucht die Maschine zusätzliche Informationen - etwa weil sie mit einem Werkstoff noch nie gearbeitet hat - müssen die entsprechenden Programme nicht manuell eingerichtet werden. Die Maschine lädt die benötigten Daten stattdessen selbstständig. Über die Auswertung der dabei anfallenden Daten ergibt sich stets ein Blick in Echtzeit auf die Auslastung der Fabrik. Der Mensch wird über Schnittstellen - etwa ein Tablet oder ein Smartphone - mit der Technik verbunden und so Teil des Netzwerkes.
Ziel
e sind eine höhere Effizienz und eine schnellere Reaktionsgeschwindigkeit: Die Smart Factory (intelligente Fabrik) soll flexibler auf Anforderungen des Marktes reagieren können.
Nicht alle Komponenten des Zusammenspiels müssen neu erfunden werden: Teilweise sind diese Technologien in der Fertigung schon länger im Einsatz. Die (jetzt mögliche) Vernetzung unter den genannten Prämissen zeichnet Industrie 4.0 aus.

Aber ist die Smart Factory Zukunftsmusik oder schon Realität? In einigen Unternehmen wird es bereits konkret. Doch wie viele Jahre oder Jahrzehnte es noch dauert, bis die in den Szenarien skizzierten Datenmengen zwischen Maschinen, Produkten und Produktionsstätten fließen und ob es je soweit kommt, ist umstritten.
Auch sind noch nicht alle Rahmenbedingungen geklärt: Wer hat in welchen Umfang Zugriff auf die im Produktionsprozess entstehenden Daten? Wenn sich die Produktion wie skizziert wandelt, so dass vermehrt Maschinen wesentliche Entscheidungen im Fertigungsprozess treffen, dann hat dies rechtliche Implikationen. Es fehlen bislang die notwendigen juristischen Grundlagen.
Unklar ist auch, welche Rolle der Mensch in der Fabrik der Zukunft spielen wird. Die „menschenleere Fabrik“ wird nicht zu erwarten sein, so der Konsens unter Experten. Aussagen zu den Folgen für die Beschäftigten in der Industrie gehen jedoch weit auseinander: Wird der Einzelne Dirigent oder Handlanger der autonomen Maschinen? 

Chart Grafik Evolution, Siemens AG

Die Rolle der Beschäftigten
Angesichts der zu erwartenden Veränderungen stellt sich die Frage nach der Rolle der Beschäftigten: Wenn künftig Maschinen mit Maschinen kommunizieren, was wird dann Aufgabe der Beschäftigten? Bekommen sie künftig Arbeitsanweisungen von der Technik? Oder übernehmen sie eine vollkommen neue Rolle? Vermutlich wird sich die Arbeitswelt des Fabrikarbeiters grundlegend ändern. Damit werden neue Qualifikationen und Kompetenzen nötig. Fragen der Weiterbildung werden damit dringlicher.
Industrie 4.0 verändert die Arbeitswelt. Gewerkschaftliche Gestaltungsimpulse für „bessere“ Arbeit, Gegenblende, November 2013
Weil wir eine Revolution auf Ansage machen, hinkt die Ausbildung nach, VDI-Nachrichten, 31.1.2014

Datenschutz
Die Smart Factory wird enorme Datenmengen erzeugen. Dabei stellt sich die Frage, wie sich die Systeme vor Angriffen von außen schützen lassen. Aber auch der Hunger der Unternehmen selbst diese Daten zu analysieren und auszuwerten wird enorm sein. Der Börsenwert von Unternehmen wie Google und Facebook spricht dafür, dass Daten das Öl (oder das "Datengold") des 21. Jahrhunderts sind. Damit bieten sich vermutlich auch Möglichkeiten, die Beschäftigten zu kontrollieren und zu überwachen, die sich jetzt noch gar nicht abschätzen lassen. Die Bedeutung des Datenschutzes wird also weiter zunehmen. Laut der WSI-Betriebsrätebefragung geht schon jetzt jedes siebte Unternehmen mit diesen Fragen zu nachlässig um.
Laxer Umgang mit Beschäftigten-Daten, Böckler-Impuls 17/2010
"Datengold": IG-Metall online, 18.03.14
DGB Dossier: Datenschutz in einer digitalen Welt

Praxis
Wie der Betriebsrat die Veränderung der Produktion bewertet und einen neuen Ausbildungsberuf schafft:
Die Mensch-Maschinen-Kooperation erreicht eine neue Entwicklungsstufe. Intelligente Roboter verlassen ihre Sicherheitskäfige - und arbeiten Hand in Hand mit den Menschen zusammen. Was bedeutet das für die Beschäftigten? Wie verändert sich ihre Arbeit?
Zu Besuch im Audi-Werk in Ingolstadt.

Gesundheitsschutz
Neue Herausforderungen für den betrieblichen Gesundheitsschutz
Industrie 4.0 ist mehr als ein Schlagwort. Vernetzung und Digitalisierung werden die Rolle menschlicher Arbeitskraft in der Produktion verändern. In welche Richtung, ist ungewiss. Sicher ist: Auf den betrieblichen Gesundheitsschutz kommen neue Aufgaben zu. Die Zusammenarbeit mit intelligenter Technologie kann zu Gefährdungen für die Gesundheit führen.
Zum Artikel "Mensch mit Maschine"

Forschung
Forschungsprojekt zu Industrie 4.0: Mit "Prävention 4.0" startet ein BMBF-Projekt zu Industrie 4.0 mit dem Ziel Konzepte für eine sichere, gesunde und produktive Arbeitsplatzgestaltung zu entwickeln. Das Verbundprojekt wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union.
Zur Plattform Prävention 4.0


Zu Besuch in der digitalen Fabrik
Am Stadtrand von Amberg steht eine der ersten digitalen Fabriken der Welt. Seit 25 Jahren stellen die Beschäftigten im Elektronikwerk von Siemens Waschmaschinen her. Von hier aus gehen diese an Kunden auf der ganzen Welt. Der Betriebsrat ist von Anfang an in die Planung der Smart Factory involviert gewesen.
Zum Beitrag im Magazin Mitbestimmung

Kollege Cobot
BMW setzt seit 2013 im US-amerikanischen Werk in Spartanburg sogenannte „Cobots“ ein. Der Begriff bezeichnet Roboter, die in der Fertigung mit Menschen kollaborieren. Im Unterschied zu klassischen Produktionsrobotern sind Cobots durch eine Vielzahl von Sensoren und entsprechender Signalverarbeitung in der Lage, flexibel auf Menschen zu reagieren. Mittlerweile sind solche Geräte auch in den deutschen Werken in Dingolfing und Regensburg im Einsatz.
Zum Artikel "Die Cobots kommen – wenn Mensch und Maschine Hand in Hand arbeiten"
Zum Artikel "Kollege Roboter am Fließband"
Video "BMW Plant Dingolfing - KUKA robots"

Daimler vernetzt
Mehr als 300.000 Autos baut Mercedes jedes Jahr im Bremer Werk, es gilt als Vorreiter der automatisierten Arbeitswelt. In den Fertigungshallen entsteht eine regelrechte Fabrik 4.0: Mercedes will alle Werksprozesse miteinander vernetzen und auf dieser Basis eine digitale Planung der Prozesse verbessern. Dabei sollen sowohl Big-Data-Ansätze als auch Mensch-Roboter-Kooperationen im Werk zum Einsatz kommen.
Zum Artikel "Mercedes-Werk in Bremen wird Fabrik 4.0"
Zum Artikel "Fabrik 4.0: Mercedes"
Zum Video "Mercedes-Benz neue C-Klasse Produktion"

Werksbesuch im Elektronikwerk Amberg der Siemens AG
Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Industrie 4.0"? Was ändert sich durch die Digitalisierung der Produktion für die Beschäftigten? Bei ihrem Siemens-Werksbesuch im Elektronikwerk Amberg haben Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG Metall, und Jürgen Kerner, Hauptkassierer der IG Metall, einen Blick in die Zukunft der industriellen Produktion geworfen.
Zu Besuch in der digitalen Fabrik

Beim Umgang mit Personaldaten, bei Gesundheitsbelangen, Betriebsänderungen und der Planung technischer Anlagen muss der Betriebsrat laut Betriebsverfassungsgesetz einbezogen werden. Die vierte industrielle Revolution ist damit mitbestimmungspflichtig!

Betriebliche Vereinbarungen
Die Vernetzung im Rahmen von Industrie 4.0 geschieht über Informations- und Kommunikationstechnologien. Betriebsvereinbarungen können sicherstellen, dass die Rechte der Beschäftigten im Arbeits- und Datenschutz gewahrt werden. Zudem können sie negative Folgen abfedern. Auch bieten sie die Möglichkeit, die Leistungs- und Verhaltenskontrolle zu begrenzen, die sich mit der steigenden Datenmenge verschärfen könnte.
Das Archiv Betriebliche Vereinbarungen der Hans-Böckler-Stiftung unterstützt Betriebsräte bei der Entwicklung von Betriebsvereinbarungen. Regelmäßig werden neue Analysen, Trendbeschreibungen und Gestaltungshilfen zu ausgesuchten Themen betrieblicher Vereinbarungen ausgewertet:
Übersicht über Auswertungen zum Thema „Digitalisierung“ (pdf)
Zum Archiv Betriebliche Vereinbarungen

Gute Arbeit beim Einsatz von Funketiketten
Auswirkungen und Gestaltungsansätze beim RFID-Einsatz
Eine Handlungshilfe für Betriebsräte der TBS NRW e.V. aus der Reihe: Arbeit, Gesundheit, Umwelt, Technik (2013) 
Broschüre zum Download (pdf)

ver.di-Broschüre: RFID-Basisinformation. Was Betriebsräte über den Einsatz von Funkchips wissen sollten
Mit Funkchips lassen sich Produkte etwa im Handel oder der Logistik schon heute jederzeit orten. Künftig dürfte sich diese Technik auch in der Produktion durchsetzen. Die Werkstücke können dann jederzeit lokalisiert werden und Auskunft darüber geben, in welchem Bearbeitungszustand sie sich gerade befinden. Die Einführung dieser Technik berührt zahlreiche mitbestimmungspflichtige Themen.
Broschüre zum Download (pdf)

Wandel von Produktionsarbeit - "Industrie 4.0"
Hartmut Hirsch-Kreinsen befasst sich in dem Beitrag mit dem Thema "Wandel von Produktionsarbeit" unter den Bedingungen anpassungsintelligenter Produktionssysteme. WSI-Mitteilungen 6/2014, Seiten 421-429
Zum Artikel

Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt
Zusammenfassung eines Artikels in "WISO direkt", Friedrich-Ebert-Stiftung:
Die Digitalisierung wird unsere Arbeitswelt verändern, was für einzelne Berufe unterschiedliche Folgen hat. Die Ermittlung von Substituierbarkeitspotenziale von Berufen in Deutschland kann das Ausmaß bestimmen, wie berufliche Tätigkeiten heute schon durch Computer oder computergesteuerte Maschinen ersetzt werden könnten. Die Ergebnisse zeigen, dass Befürchtungen eines massiven Beschäftigungsabbaus derzeit unbegründet sind.
Zum Artikel

Industrie 4.0 - Arbeit 4.0 - Betriebsrat 4.0
Industrie 4.0 hat längst Einzug gehalten. Es geht jetzt darum, die Weichen zu stellen und das geht nicht ohne Betriebsräte. Mit dem Thema befasst sich die Sonderausgabe der der Zeitschrift "Arbeitsrecht im Betrieb" vom Oktober 2015.
Zum Sonderheft Industrie 4.0 (pdf)

Arbeiten 4.0 - Arbeitspolitik in Zeiten der Digitalisierung
Welche Herausforderungen stellt die Digitalisierung der Arbeitswelt für die arbeitspolitische Gestaltung? Die IG BCE skizziert anhand von fünf Handlungsfeldern Probleme, Ansätze und Forderungen.
Broschüre zum Download
(pdf)

Industriearbeit 4.0 – Die Zukunft mitgestalten
Die Broschüre der IG Metall NRW greift Impulse ihrer Fachkonferenz »Industriearbeit 4.0« auf und informiert hinsichtlich Möglichkeiten mitbestimmter Technologiegestaltung. Eine Umfrage bei Betriebsräten zeigt zum Beispiel, dass die Arbeitgeber in ihren Unternehmen bisher kaum über Industrie 4.0 informieren. Neben wichtigen Informationen zur digitalen Qualifizierung und zum Datenschutz gibt es zahlreiche Links und Literaturhinweise zur Arbeit der Zukunft.
Broschüre zum Download (pdf)

IT und Beschäftigung: Wie soll gute Arbeit in der IT-Industrie und bei den IT-Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie künftig aussehen?
Der Arbeitskreis Informations- und Kommunikationstechnologie des IG Metall Bezirks Baden-Württemberg hat in Zusammenarbeit mit dem Forum Soziale Technikgestaltung des DGB ein Thesenpapier zu den Anforderungen an die Arbeitsbedingungen in dieser Branche verfasst. Die Autoren warnen, dass es unter den Vorzeichen einer völlig neuen Produktionslogik in der Smart Factory nicht zur Aushebelung von Mitbestimmungsrechten nach dem BetrVG kommen darf. Macht z.B. Cloud-Working auch „Cloud-Betriebsräte“ notwendig, die betriebsübergreifend kommunizieren und sich wechselseitig informieren?
Zum ITK Memorandum

Was passiert mit der Fabrikarbeit? Eine Debatte zwischen dem Vorsitzenden der IG Metall Jörg Hofmann und dem Trumpf-Personalchef Stefan Gryglewski.
VDI Nachrichten vom 04.04.2014
Zum Artikel

"Die Digitalisierung ist wie ein Cocktail“ - Interview mit der zweiten Vorsitzenden der IG Metall, Christiane Benner
Christiane Benner spricht im Handelsblatt-Interview über die Lohnkluft zwischen Männern und Frauen, Autos aus dem 3-D-Drucker und Überraschungen der digitalen Arbeitswelt.
Zum Artikel

Industrie 4.0: Die menschenleere Fabrik bleibt eine Illusion
Autonome Fertigungssysteme machen Arbeit nicht überflüssig, sagt der Industriesoziologe Hartmut Hirsch-Kreinsen, Professor an der Universität Dortmund und Autor des folgenden Artikels. Neue Arbeitsplätze erwartet er in der Fabrikplanung, in der Systemauslegung und der laufenden Systemanpassung. Der Forscher warnt vor einer ausschließlich technologischen Sichtweise, mit der die Einführung von Industrie 4.0 scheitern würde.
VDI Nachrichten vom 20.09.2013
Zum Artikel

Digitalisierung und Mitbestimmung
Monika Brandl, Vorsitzende des GBR der Deutschen Telekom AG, zur sich wandelnden Arbeitswelt mit neuen Herausforderungen an und Chancen für die Beschäftigten sowie Handlungsoptionen für die Interessenvertretung.
Zum Interview

Zur Zukunft von Industrie 4.0
Eine kritische Einschätzung der gegenwärtigen Entwicklung der Unternehmensberatung Arthur D. Little.
Zur Pressemeldung

Digitalisierung der Arbeitswelt
Die Anforderungen des DGB an das geplante Weißbuch „Arbeiten 4.0“ des Bundesarbeitsministeriums, das die Ergebnisse des 2015 gestarteten Prozesses "Dialog Arbeit 4.0" zusammenfassen soll. Die zentrale Frage ist, wie sich die Arbeitsgesellschaft entwickeln wird und welche Handlungschancen es für Unternehmen, Beschäftigte, Sozialpartner und Politik gibt.
Anforderungen an das Weißbuch "Arbeiten 4.0"

Gewerkschaftliche Positionen in Bezug auf „Industrie 4.0“
Aus der Zusammenfassung des gleichnamigen Kapitels der Veröffentlichung "Zukunft der Arbeit in Industrie 4.0" (Hrsg.: Alfons Botthof, Ernst Andreas Hartmann, 2015):
Es ist im Sinne einer wirksamen und nachhaltigen Einführung und Implementierung lernförderlicher Arbeitsbedingungen höchst sinnvoll, in neuen Akteurskonstellationen nach den Gestaltungsoptionen zu suchen, die unter den technologischen Bedingungen von Industrie 4.0 und unter den aktuellen und absehbaren gesellschaftlichen Bedingungen den besten Erfolg – insbesondere auch im Sinne der Beschäftigten – versprechen.
Zum Beitrag

Überwachtes Maschinenanhängsel
Technologische Innovationen im Rahmen der »Industrie 4.0« dürften die Gängelei am Arbeitsplatz ­verschärfen. Bereits jetzt sind in den Betrieben gravierende Veränderungen sichtbar.
Zum Artikel

„Industrie 4.0“ – viele Prognosen, viel Spielraum
Überblick über den aktuellen Forschungsstand und die arbeitspolitischen Herausforderungen.
Die Expertise richtet sich auf die Frage nach dem Wandel von Produktionsarbeit unter den Bedingungen der Digitalisierung der industriellen Produktion und fokussiert – ausgehend von einer Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Verbreitung von digitalen Technologien in der industriellen Produktion – auf die Entwicklungstendenzen von Industrie 4.0 und den damit verbundenen Wandel von Produktionsarbeit in seinen verschiedenen Dimensionen.
Expertise

Industrie 4.0 im Aufbruch?
Der aktuelle Report gibt Hinweise darauf, welche  Auswirkungen die digitalisierte Industriearbeit auf die Arbeitsorganisation, die Weiterbildung und die Berufsbilder, die Ressourcen, die Ergonomie, den demografischen Wandel, aber auch auf die strategische Ausrichtung der Betriebsratsarbeit und die Mitbestimmung haben wird. Befragt wurde Betriebsräte und Unternehmensvertreter aus sechs Fallbetrieben.
MBF-Report Nr. 5/2015 (pdf)

Innovations- und Effizienzsprünge in der chemischen Industrie? Wirkungen und Herausforderungen von Industrie 4.0 und Co.
Die VDI Technologiezentrum GmbH Düsseldorf ist in Kooperation mit der IG BCE der Frage nachgegangen: Wie zeigen sich Innovations- und Effizienzsprünge in der chemischen Industrie im Kontext von Industrie 4.0 und Co? Welche Wirkungen und Herausforderungen sind zu erwarten? In der von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Kurzexpertise konnten zunächst lediglich erste Erkenntnisse ermittelt werden. Eines jedoch wird schon deutlich: Die chemische Industrie geht bei dieser Thematik ihren eigenen Weg. (2014)
Kurzexpertise zum Download (pdf)

Wandel von Produktionsarbeit – "Industrie 4.0"
Thema des vorliegenden Papiers ist der Wandel von Produktionsarbeit unter den Bedingungen anpassungsintelligenter Produktionssysteme. Aufgegriffen werden damit technologische Entwicklungstendenzen, die auf eine neuartige Form der Produktionsautomatisierung zielen und die in der deutschen ingenieurwissenschaftlichen und innovationspolitischen Debatte seit längerem unter dem prominenten Label "Industrie 4.0" thematisiert werden. Hartmut Hirsch-Kreinsen, Soziologisches Arbeitspapier Nr. 38/2014 TU Dortmund
Arbeitspapier zum Download (pdf)

Das Internet der Dinge - Die Informatisierung der Arbeitswelt und des Alltags
Den hohen wirtschaftlichen Potenzialen und den auch im privaten Umfeld zu erwartenden nützlichen und angenehmen Anwendungen stehen Missbrauchspotenziale entgegen, die ethische und rechtliche Fragen aufwerfen. Diese sollten im Rahmen einer gesellschaftlichen Debatte beleuchtet werden. In der weiteren Begleitung und aktiven Mitgestaltung dieser Technologieentwicklung sehen die Gewerkschaften daher ein wichtiges Handlungsfeld. DGB, IG Metall und ver.di haben im Rahmen der Fachtagung "Das Internet der Dinge - die Informatisierung des Alltags und der Arbeitswelt" (Dezember 2008) die Diskussion über gewerkschaftlich relevante Aspekte und Handlungsoptionen begonnen. Die Ergebnisse dieser Phase sind im Arbeitspapier dokumentiert.
Arbeitspapier zum Download (pdf)

Abschlussbericht des Arbeitskreises Industrie 4.0
Umsetzungsempfehlungen für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0
Der beim Bundesministerium für Bildung und Forschung angesiedelte Arbeitskreis setzte sich aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschungsunion und Verbänden zusammen. Für die IG Metall war Constanze Kurz vom Vorstandsbereich (Ressort "Zukunft der Arbeit") im Autoren-Kernteam. 
Zum Abschlussbericht (pdf)
Interview mit Constanze Kurz

Nachhaltige Wertschöpfungsstrategie
Unternehmensstrategie im Kontext von Industriepolitik und Megatrends. Jürgen Dispan und Heinz Pfäfflin in der Reihe: edition der Hans-Böckler-Stiftung, Bd. 283
Mehr Infos und Bestellmöglichkeit (pdf)

Wissen kompakt "Industie 4.0". Kartenstapel auf mitbestimmung.de (Log-in erforderlich)

Industrie 4.0: Mit Beteiligung zum Erfolg. Magazin Mitbestimmung Ausgabe 03/2016

Titelthema Industrie 4.0 - Arbeiten in der Cloud. Magazin Mitbestimmung Ausgabe 12/2013

Baustelle Zukunft: Das digitale Unternehmen – wo bleibt der Mensch? Dokumentation einer Tagung der Hans-Böckler-Stiftung und der IG Metall (2015)

Plattform Industrie 4.0. Ein Auftritt der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie Bildung und Forschung

Zukunftsprojekt Industrie 4.0. Bundesministerium für Bildung und Forschung

Zukunft der Arbeit in Industrie 4.0. Broschüre mit Überblick über die Zukunft der Arbeit im Kontext Autonomik und Industrie 4.0, Erfahrungen und Herausforderungen in der Industrie. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

IG Metall: die Gewerkschaft in der ITK. Das Online Angebot der IG Metall für die Informations- und Telekommunikationstechnologie-Branche. 

DigitaleArbeit. Die Digitalisierung im Sinne der Beschäftigten gestalten – hier twittert und diskutiert die IG Metall über die Zukunft der Arbeit.

Reader "Gute Arbeit und Digitalisierung" -  Prozessanalysen und Gestaltungsperspektiven für eine humane digitale Arbeitswelt, ver.di

Die Janusköpfigkeit der Digitalisierung - Wenn Bits und Bytes auf Arbeitnehmerrechte treffen, aus Gegenblende 07/2015

Schwerpunkt der VDI-Nachrichten zum Thema Industrie 4.0 mit zahlreichen Praxisbeispielen

Kostenloser Download der drei VDI Statusreports Industrie 4.0: Wertschöpfungskette; Gegenstände, Entitäten, Komponenten sowie Referenzmodell

Fraunhofer IAO-BLOG zu Industrie 4.0

Technologie-Initiative SmartFactory

Selbstcheck zum digitalen Reifegrad eines Unternehmens (IHK München und Oberbayern)

Lernfabrik für globale Produktion am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

 


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