Promotionskollegs

Für eine gute Praxis der Promovierenden-Ausbildung

Mit ihren Promotionskollegs möchte die Hans-Böckler-Stiftung Doktorandinnen und Doktoranden aus ihrer wissenschaftlichen Isolation holen und eine angemessene Betreuung der Dissertationen gewährleisten.


Um gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene wissenschaftliche Betreuung der Doktorandinnen und Doktoranden zu ermöglichen, richtet die Hans-Böckler-Stiftung gemeinsam mit Universitäten Promotionskollegs ein. Ein Teil der Promotionsstipendien wird gezielt an Doktorandinnen und Doktoranden vergeben, die in diese Promotionskollegs aufgenommen werden.

Anträge auf die Einrichtung eines Promotionskollegs können nur von Hochschullehrern eingereicht werden. Das Programm ist offen für alle wissenschaftlichen Disziplinen. Bevorzugt werden Anträge behandelt, die mit dem Themenkatalog der Hans-Böckler-Stiftung kompatibel sind. Die Fristen für die Einreichung der Antragskizze sind der 31. Januar und der 31 Juli.

Promotionskollegs sollten die individuelle Förderung mit den Vorteilen einer Integration in wissenschaftliche Arbeitszusammenhänge verbinden. Dazu zählen ein qualifiziertes und strukturiertes Förderprogramm für die Promovierenden, das Kooperation, wissenschaftlichen Austausch und auch ein notwendiges Maß an Wettbewerb und gegenseitiger Kontrolle zulässt mit dem Ziel, die Ausbildungsbedingungen zu optimieren und die Bearbeitungszeiten zu reduzieren. Wünschenswert sind die Beratung in Methodenfragen, die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen oder die Einladung von Gastdozentinnen und Gastdozenten. Angesichts der Europäisierung und Internationalisierung der Wissenschaftslandschaft können auch internationale Kontakte und Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen geknüpft werden.

Erstrebenswert ist zudem eine gemeinsame Betreuung der Promovierenden durch die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um das wissenschaftliche Expertiseangebot zu erweitern, die Betreuung transparent zu gestalten und somit zu verbessern. Den Doktorandinnen und Doktoranden sollte die Beteiligung an der Lehre und die Teilnahme an wissenschaftlichen Tagungen ermöglicht werden, um Feedback-Chancen zu eröffnen, die Orientierung in der Scientific Community zu fördern und soziale wie wissenschaftliche Isolation zu überwinden.

Mit dieser Initiative folgt die Hans-Böckler-Stiftung den Empfehlungen zur Verbesserung der Doktorandenausbildung, wie sie von Wissenschaftsrat, Hochschulrektorenkonferenz, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und insbesondere vom Bundesministerium für Bildung und Forschung formuliert worden sind.

Für die Besetzung der einzelnen Stipendien gelten die Auswahl- und Förderkriterien der Hans-Böckler-Stiftung für Einzelstipendien. Bei strukturierten Stipendien erfolgt jedoch ein zweistufiges Auswahlverfahren: Interessierte richten ihre Bewerbungen zunächst an das jeweilige Graduiertenzentrum, das dann geeignete Kandidaten einem Auswahlausschuss der Hans-Böckler-Stiftung vorschlägt.



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