Betriebliches Eingliederungsmanagement in Großbetrieben

Das betriebliche Eingliederungsmanagement ist seit 2004 Pflicht für Arbeitgeber unabhängig von der Unternehmensgröße oder Branchenzugehörigkeit. Die Erfahrungen aus vier Unternehmen werden in Fallstudien portraitiert.


Insbesondere Großbetriebe haben inzwischen Strukturen und Verfahren entwickelt, um langzeit- oder mehrfach erkrankte Beschäftigte wieder in den Betrieb zu integrieren und erneuter Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen.

Die Berliner Stadtreinigung ist ein kommunales Dienstleistungsunternehmen. Die Stadtwerke München sind ein Konzern in kommunaler Trägerschaft, der sich aus mehreren eigenständigen Betrieben zusammensetzt. Den Gesundheitssektor vertritt das Westpfalz-Klinikum, das als gemeinnnützige GmbH geführt wird. Ein Unternehmen der Privatwirtschaft ist die Tectrion GmbH, die Dienstleistungen für die Instandhaltung von technischen Anlagen anbietet.

a) Die Mitglieder der BEM-Teams in den Betrieben machen zwei ähnliche Erfahrungen: Die gesetzlichen Vorgaben unterstützen dabei, die Prozesse der Eingliederung systematisiert und dadurch effektiver zu gestalten.

b) Es wird Handlungsbedarf sichtbar bei Beschäftigten, die häufig kurzfristig erkrankt sind, als auch bei Beschäftigten mit langen Arbeitsunfähigkeitszeiten von zum Teil mehr als 100 Tagen.

Eine weitere Gemeinsamkeit der Betriebe resultiert aus der Altersstruktur der Beschäftigten. So liegt der Altersdurchschnitt bei rund 45 Jahren. Zu erwarten ist, dass er in den kommenden Jahren weiter ansteigt. Um die Arbeitsfähigkeit auf einem guten Niveau zu halten sollte daher in die Gesundheitsförderung investiert sowie Rückfälle in Krankheiten vermieden werden. Dies wird umso notwendiger, je weniger so genannte Schonarbeitsplätze zur Verfügung stehen, die für leistungsveränderte Menschen entlastend sein können.

Unterschiede zwischen den Unternehmen bestehen hinsichtlich der Strukturen und Verfahrensweisen, die sich entwickelt haben. Beispielsweise werden Betriebsärzte oder auch Führungskräfte unterschiedlich eingebunden, die Aufgaben in den BEM-Teams werden unterschiedlich verteilt und Prozesse anders organisiert. In manchen Betrieben ist die Steuerung der Prozesse eng an die Personalabteilung gebunden, in anderen werden neutrale Strukturen entwickelt. Die vier Betriebe werden als lernende Organisationen bei ihrer Gestaltung des BEM betrachtet.


Betriebliches Eingliederungsmanagement in Großbetrieben (weitere Infos und Bestellmöglichkeit)
Handlungsleitfaden für ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (weitere Infos und Downloadmöglichkeit)


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