Fachkräftemangel steht in der wirtschafts- und bildungspolitischen Debatte. Die Ergebnisse von Studien zur Entwicklung von Arbeitsmärkten, Bildung und Qualifikationen widersprechen sich in manchen Details. Konsens besteht darin:
- aktuell gibt es keinen allgemeinen Fachkräftemangel,
- jedoch bestehen Fachkräfteengpässe in einigen Fachqualifikationen und auf regionaler Ebene. Stellenbesetzungen in Betrieben werden schwieriger und dauern länger als in der Vergangenheit.
Dr. Winfried Heidemann, Hans-Böckler-Stiftung, verschafft einen Überblick über aktuelle Qualifikationsprognosen, Handlungsfeldern und -möglichkeiten, auch auf betrieblicher Ebene.
Mittel- und langfristig sehen die vorliegenden Untersuchungen zunehmende Probleme bei der Versorgung der Betriebe mit Fachkräften. Grund dafür ist vor allem die demografische Entwicklung.
Download des Papiers Dr. Winfried Heidemann: Zukünftiger Qualifikations- und Fachkräftebedarf; Handlungsfelder und Handlungsmöglichkeiten (pdf)
Unternehmen und Betriebe haben Möglichkeiten, drohendem Fachkräftemangel zu begegnen. Handlungsfelder sind:
- Ermittlung von Personal- und Qualifikationsbedarf,
- Personalbeschaffung,
- Personalentwicklung,
- Bindung von Personal im Betrieb,
- Sicherung betrieblicher Innovationsfähigkeit,
- Attraktivität der Unternehmen als Arbeitgeber.
Dabei werden auch Betriebsräte in die Entwicklung und Umsetzung von Strategien und Maßnahmen einbezogen. Sie verfügen in diesen Handlungsfeldern auch über eigene Informations- und Mitbestimmungsrechte.