Fundierte Konjunkturprognosen für 2005 und 2006, zahlreiche Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften und deutliche Fortschritte bei Drittmittelprojekten - das ist die Bilanz des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung ein Jahr nach seiner Gründung. "Die Aufbauphase haben wir erfolgreich abgeschlossen. Insbesondere seine akademischen Ziele hat das Institut mehr als erfüllt", sagt PD Dr. Gustav A. Horn, Wissenschaftlicher Direktor des IMK. Das IMK wurde im Januar 2005 gegründet. Das Institut verfolgt einen makroökonomischen Ansatz. Es verbindet Theoriebildung und akademische Publikationstätigkeit mit empirischer Forschung und konzeptioneller wirtschaftspolitischer Beratung. Seit September ist die volle Personalstärke mit 10 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, einige davon in Teilzeittätigkeit, sowie drei Mitarbeiterinnen erreicht.
Obwohl das IMK in der ersten Jahreshälfte 2005 noch stark von Aufbauaktivitäten geprägt war, publizierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 15 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften. Acht Artikel wurden bei referierten Zeitschriften angenommen. "Das ergibt eine akademische Publikationsquote, die deutlich über der der traditionellen wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute liegt", so Horn. Hinzu kommen acht Working Papers (Diskussionspapiere) und fünf IMK Reports, die das Institut als eigene Reihen herausgibt, sowie vier Buchveröffentlichungen. Im Oktober legte das IMK seine erste Konjunkturprognose vor. Drei Promotionen und eine Habilitation wurden erfolgreich abgeschlossen. In einem Ausschreibungswettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie konnte das IMK den Auftrag für ein Gutachten zum Thema Potential-Output akquirieren.
2006 will das IMK unter anderem die Nachwuchsarbeit ausbauen. Neben einem Doktorandenprogramm soll eine größere Zahl von Praktikanten die Möglichkeit bekommen, wissenschaftliche Erfahrungen zu sammeln. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Aufbau eines internationalen Netzwerks von ähnlich orientierten Forschungsinstituten. Durch den verstärkten Austausch werden in Zukunft auch die globalen wirtschaftlichen Aspekte in der Arbeit des IMK ein stärkeres Gewicht bekommen.
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