Das Institut
Das IMK wurde Anfang 2005 gegründet, um der gesamtwirtschaftlichen Perspektive in der ökonomischen Forschung und in der wirtschaftspolitischen Diskussion ein stärkeres Gewicht zu verleihen. Das Institut erforscht konjunkturelle Phänomene auf der Basis gesamtwirtschaftlicher Modellzusammenhänge. Dabei steht die empirische Forschung im Vordergrund. Sie stützt sich auf keynesianisch geprägte Ansätze moderner Wirtschaftstheorie sowie auf neueste ökonometrische Methoden.
Als unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut ist das IMK wissenschaftlichen Grundsätzen verpflichtet. Um ein hohes Niveau der akademischen Forschung zu gewährleisten, kooperiert das Institut eng mit Universitäten und Forschungsinstituten im In- und Ausland und stellt sich einer regelmäßigen Evaluierung durch einen unabhängigen wissenschaftlichen Beirat.
Die Wissenschaftler(innen) des IMK stellen ihre Forschungsarbeiten regelmäßig auf internationalen Konferenzen und Workshops vor. Die Ergebnisse werden in den IMK-Publikationen, Sammelbänden und Monografien sowie in referierten Fachzeitschriften veröffentlicht. Neben der akademischen Forschung ist auch die wirtschaftspolitische Beratung ein Arbeitsschwerpunkt des Instituts. So nimmt das IMK seit Herbst 2007 an der Gemeinschaftsdiagnose teil, die die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute im Auftrag der Bundesregierung erstellen.
Das IMK akquiriert im Wettbewerb mit anderen Forschungseinrichtungen öffentlich ausgeschriebene Forschungsaufträge. Als Teil der Hans-Böckler-Stiftung wird das Institut jedoch zum größten Teil aus Stiftungsmitteln finanziert. Diese Grundfinanzierung garantiert eine maximale Forschungsfreiheit.
Das Team
Das IMK verfügt dauerhaft über elf Forschungsstellen. Zwei weitere Ökonom(inn)en arbeiten befristet in Projekten. Die Wissenschaftler(innen) decken ein breites Spektrum an makroökonomischen Themen und ökonometrischen Methoden ab und verfügen über eine langjährige Erfahrung in der empirischen Wirtschaftsforschung. Sie werden von der Forschungsassistenz, dem Sekretariat sowie von studentischen Hilfskräften unterstützt. Pro Jahr werden zudem zwischen fünf und zehn Praktikant(inn)en eingestellt, die in der Regel drei Monate am Institut bleiben.
Im Rahmen der IMK Doktorandenförderung wird jährlich ein Stipendium für eine Dissertation in einem IMK-Projekt vergeben. Zur Zeit nehmen zwei Volkswirte an diesem Programm teil. Dazu werden Gastwissenschaftler zu Forschungsaufenthalten am IMK eingeladen.
Politikberatung
Das IMK ist in vielfältiger Weise in der wirtschaftspolitischen Beratung aktiv. Das Institut erstellt Gutachten für Bundesministerien und berät durch seinen wissenschaftlichen Direktor das Europäische Parlament. Seit Juli 2007 nimmt das IMK im Konsortium mit dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) an der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute teil. Dabei werden zweimal jährlich in Zusammenarbeit mit weiteren Forschungsinstituten umfassende Prognosen für Deutschland, Europa und den Rest der Welt erstellt sowie wirtschaftspolitische Empfehlungen abgegeben.
Auch in seiner eigenen Prognose jeweils im Dezember nimmt das Institut zur Wirtschaftspolitik in Deutschland und Europa Stellung und schlägt Alternativen vor. Experten aus dem IMK werden zudem regelmäßig zu Anhörungen im Bundestag - insbesondere zu finanzpolitischen Fragestellungen - eingeladen. Auch der Landtag in NRW hat schon auf die Expertise des IMK zurückgegriffen.
Nationale und internationale Vernetzung
Die Wissenschaftler(innen) des IMK arbeiten eng mit Forscher(innen) im In- und Ausland zusammen. Sie sind in zahlreiche Netzwerke eingebunden.
Das 1997 gegründete und seit 2005 vom IMK betreute Forschungsnetzwerk Makroökonomie und Makropolitik veranstaltet jährlich im Oktober eine internationale Konferenz und neuerdings auch eine internationale Summer School für graduierte Studenten und Doktoranden. Ausgewählte Konferenz-Beiträge werden in Sammelbänden und wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht. Zur Koordinationsgruppe gehören neben drei Wissenschaftlern des IMK Professoren und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Forschungsnetzwerk kooperiert darüber hinaus mit Wissenschaftlern der Universität Cambridge, der Universität Bilbao und der Universität Dijon.
Neben den internationalen Netzwerken spielt auch die direkte Zusammenarbeit mit Wissenschaftler(inne)n und Institutionen eine wichtige Rolle. Bilaterale Kooperationen bestehen beispielsweise mit dem Observatoire Français des Conjonctures Economiques (OFCE) in Paris oder der Wirtschaftsuniversität Wien.
Neben projektbezogenen Kooperationen geschieht dies auch durch die Förderung von Wissenschaftlern durch Mittel des IMK. Die in Auftrag gegebenen Studien werden in der Regel als IMK Working Paper oder in den IMK Studies veröffentlicht.