Die "Wissensgesellschaft" bringt neue Arbeits-, Organisations- und Lernformen hervor. Von "Netzwerken" ist in dem Zusammenhang viel die Rede. Einige Gewerkschafter und einzelne Betriebsratsgruppen mischten sich bereits vor Jahren ein und initiierten eigene Netzwerke.
Netzwerke in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit sind gekennzeichnet durch:
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Orientierung auf Praxis und Erfahrungswissen
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Vermittlung von Kompetenzen statt fachlicher Qualifikationen
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Entwicklung neuer Lernformen und Bildungsprozesse.
Branchen- oder themenbezogene Netzwerke ermöglichen den intensiven Austausch der Betriebsräte untereinander. Die Kenntnis der Situation in anderen Betrieben schafft beispielsweise die Grundlagen, um im eigenen Betrieb standhaft zu bleiben, erreichte Standards zu halten oder neue Ideen zu entwickeln.
Das Internet spielt bei Betriebsräte-Netzwerken meist eine unterstützende Rolle. Die Mitglieder werden per E-Mail über aktuelle Aktivitäten und die nächsten Termine informiert und treffen sich mehrmals im Jahr zum persönlichen Meinungs- und Erfahrungsaustausch.
In keinem Fall sind Netzwerke Ersatz für bestehende gewerkschaftliche Strukturen. Sie bilden ein zusätzliches Organisations- oder Weiterbildungs-Element. Wichtig ist den meisten Beteiligten vor allem die direkte Beteiligung an der Gewerkschaftsarbeit, ohne in Gremien eingebunden zu sein. Somit können gewerkschaftlich organisierte Betriebsrats-Netzwerke eine wesentliche Stütze zukünftiger moderner Gewerkschaftsarbeit sein und die vielfältigen, sich weiter differenzierenden Interessen der Beschäftigten und ihrer Vertretungen erfolgreich unterstützen.
Noch relativ neu sind Weblogs, die ebenfalls eine Art von Vernetzung darstellen. Sie sind quasi Online-Tagebücher im Internet. Viele Mitglieder können in Weblogs ("Blogs") ihre Meinungen zu bestimmten Themen darstellen und diskutieren.