Die Arbeit von Betriebs- und Personalräten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Seit 1997 befragt das WSI daher jeweils mehrere tausend Betriebs- und Personalräte in allen Regionen und Wirtschaftsbereichen Deutschlands einschließlich des öffentlichen Dienstes. Ziel ist es, betrieblichen Problemen auf die Spur zu kommen - und den entsprechenden Lösungswegen der Interessenvertretungen, sei es durch Ausübung ihrer Mitbestimmungsrechte, oder auf anderen Wegen.
Welchen Schwierigkeiten sind Betriebs- und Personalräte ausgesetzt? Welche Erfolge können sie erzielen? Wie ist ihr Verhältnis zu Belegschaft, Arbeitgebern und Gewerkschaften? All diesen Fragen geht die WSI-Befragung nach. Um die Einschätzungen und Bewertungen der Räte einordnen zu können, werden außerdem Eckdaten des Betriebs erfragt, wie Wirtschaftszweig, wirtschaftliche Lage, Belegschaftsgröße und -struktur, etc.
Bis 2004 erfolgte die Befragung schriftlich, seither werden die betrieblichen Interessenvertreter telefonisch befragt. Die Befragungsergebnisse sind nach wie vor repräsentativ für die Grundgesamtheit aller Betriebe mit Betriebs- oder Personalräten. Die Ergebnisse der jüngsten und fünften Hauptbefragung sind im Heft 6/2008 der WSI-Mitteilungen in mehreren Beiträgen präsentiert.
Neben der Hauptbefragung, die alle zwei Jahre stattfindet, gibt es in unregelmäßigen Abständen Sonderbefragungen zu speziellen betrieblichen Aspekten. So ist für Juli 2009 ist eine Sonderbefragung zum Thema Beschäftigungssicherung in der Krise geplant. Im Winter 2008/2009 wurden Betriebsräte zu den Themen Innovationsfähigkeit, Arbeitsbedingungen und Gesundheit im Betrieb interviewt.