Arbeitszeitoptionen im Lebensverlauf (AZOLA)

Forschungsschwerpunkt: Arbeitszeit, Geschlechterverhältnisse, Sozialer Wandel und Arbeitspolitik

Status: laufend

Projektbeginn: 13-Nov-13    Projektende: 30-Jun-16

Projekttitel: Arbeitszeitoptionen im Lebensverlauf (AZOLA). Welche betrieblichen Faktoren beeinflussen ihre Nutzung?

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Projektbeschreibung:

Im Projekt wird die Nutzung von Arbeitszeitoptionen im Betrieb analysiert. Dabei stehen die betrieblichen Bedingungen für die Nutzbarkeit sowie die praktische Umsetzung von lebenslauforientierten Arbeitszeitoptionen (z.B. Teilzeitarbeit, Elternzeit, Pflegezeit sowie Arbeitszeitkonten) im Mittelpunkt. Es wird untersucht, welche Bedingungen im Betrieb für eine unterschiedliche Inanspruchnahme zu Arbeitszeitoptionen durch verschiedene Beschäftigtengruppen verantwortlich sind und ob die betriebliche Mitbestimmung diese Unterschiede verringert. Dabei wird angenommen, dass neben dem Geschlecht und anderen sozio-ökonomischen Merkmalen wie Bildung und soziale Herkunft auch betriebliche Faktoren die Nutzung beeinflussen.

AZOLA verfolgt zwei Ziele. Erstens soll erforscht werden, unter welchen betrieblichen Bedingungen soziale Ungleichheiten bei der Umsetzung, Nutzung und Wirkung von lebenslauforientierten Arbeitszeitoptionen verringert oder vermieden werden können. Zweitens sollen Gestaltungsvorschläge für die Umsetzung bestehender Arbeitszeitoptionen sowie für neue Arbeitszeitkonzepte formuliert und Handlungsfelder für die weitere politische Gestaltung von Arbeitszeitoptionen identifiziert werden.

Vorgehen: Hierfür werden sieben Betriebsfallstudien durchgeführt. Da die Gestaltung der Arbeitszeit vor allem im Dienstleistungsbereich sowie in Betrieben mit Schichtarbeit große Herausforderungen für Arbeitgeber und Beschäftigte mit sich bringt, werden Interviews in Polizeidienststellen, Krankenhäusern und Unternehmen der Chemie- und Metallindustrie durchgeführt. Beschäftigteninterviews sowie Expertinnen- und Experteninterviews mit Personalverantwortlichen, Führungskräften und Betriebs- bzw. Personalräten geben Aufschluss über die Nutzung von Arbeitszeitoptionen und liefern Anregungen für Gestaltungsmöglichkeiten.

Zusätzlich zur Untersuchung in deutschen Betrieben werden Expertisen in fünf europäischen Ländern in Auftrag gegeben. Diese Expertisen informieren über vorhandene Arbeitszeitoptionen und deren Nutzung in den Niederlanden, Schweden, Norwegen, Polen und Tschechien. Diese Länderauswahl berücksichtigt Unterschiede sowohl zwischen als auch innerhalb von Wohlfahrtsstaatstypen. Der Blick in die europäischen Nachbarländer dient der Einordnung der Befunde für Deutschland sowie dem zweiten Ziel: der Entwicklung von Gestaltungsvorschlägen für bestehende und neue Arbeitszeitoptionen.



Projektteam:

Dr. Christina Klenner (WSI), Dr. Yvonne Lott (HBS), in Kooperation mit SowiTra - Institut für sozialwissenschaftlichen Transfer



Weitere Informationen:



 

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